Boris Wiktorowitsch Sawinkow (russisch Бори́с Ви́кторович Са́винков, wiss. Transliteration Boris Viktorovič Savinkov; * 19. Januarjul. / 31. Januar 1879greg. in Charkow, Russisches Kaiserreich; † 7. Mai 1925 in Moskau), war ein russischer Politiker, Terrorist und Autor. Als eines der maßgeblichen Mitglieder des bewaffneten Arms der Sozialrevolutionären Partei, der zunächst von Grigori Gerschuni und später von Jewno Asef geleitet wurde, war er an einer Vielzahl von Attentaten auf politische Gegner beteiligt. Nach der Februarrevolution war er Teil der neuen Provisorischen Regierung und nach der Oktoberrevolution durch die Bolschewiki ein überzeugter Feind des Sowjetsystems gegen welches er kämpfte. Nach dem Russischen Bürgerkrieg emigrierte er nach Frankreich. 1924 wurde er in die Sowjetunion gelockt, dort verhaftet und starb 1925 bei einem Sturz aus dem Fenster des Gefängnisses, der von vielen als Mord angesehen wird.

In seiner zum Zarenreich gehörenden Heimatstadt Warschau schloss sich der Sohn eines aus adliger Familie stammenden Rechtsanwalts als Jurastudent den Sozialrevolutionären an, die die Zarenherrschaft mit Gewalt stürzen wollten.[1] Durch seine Beteiligung an der Ermordung des russischen Innenministers Wjatscheslaw von Plehwe im Jahre 1904 sowie an dem durch Iwan Kaljajew verübten Mordanschlag auf den Großfürsten Sergei Romanow im Jahre 1905 wurde er bekannt.[2] Für diese Taten wurde er 1906 verhaftet und zum Tode verurteilt. Ihm gelang jedoch die Flucht aus einem Gefängnis in Odessa, wo er bis zur Vollstreckung der Strafe hätte einsitzen sollen.

Quelle: Wikipedia

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